Die Baufinanzierung - die besten Ratschläge für eine erfolgreiche Realisierung des Eigenheims

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Mit dem Voranschreiten des Lebens, dem gesicherten Einkommen und einer festen Arbeitsstelle beginnt für viele Menschen ein gänzlich neuer Lebensabschnitt. Denn nun gilt es, sich häuslich niederzulassen, womöglich Zukunftspläne zu konkretisieren oder gar mit der Familienplanung zu starten. Oftmals soll es nun auch endlich an die Realisierung des Eigenheims gehen, doch gerade bei der Finanzierung stößt so manch einer an seine Grenzen. Wer jedoch vorausschauend plant und seine Finanzen beieinander hält, der kann seine Wünsche und Pläne schon bald verwirklichen. Doch nicht immer funktioniert die Immobilienfinanzierung so reibungslos, denn bei plötzlich auftretenden großen Belastungen oder privaten Problemen kann eine regelmäßige Zahlungsverpflichtung auch schnell problematisch werden. Damit die Baufinanzierung trotz allem funktioniert, lohnt sich das Beherzigen einiger wertvoller Ratschläge!

1. Verhandeln und vergleichen

Zunächst steht der Gang zu einem Finanzinstitut an. In jedem Fall sollten hier verschiedene Angebote eingeholt werden, sodass einerseits ein grober Überblick des Marktes entsteht und andererseits direkt verglichen werden kann. Hier kann zunächst auch problemlos das Internet genutzt werden, das beispielsweise über seriöse und bekannte Seiten wie Immobilienscout 24 einen schnellen Vergleich der besten Anbieter ermöglicht. Liegen die Angebote erst vor, so sollte das günstigste gewählt und der vertrauten Bank vorgelegt werden. Dieser Schritt lohnt sich normalerweise, denn meist kommt eine Bank ihren Nutzern in diesem Fall entgegen, bevor der Kunde zur Konkurrenz wechselt.

Wichtig beim Vergleich: Nicht am Sollzins, sondern am Effektivzins orientieren. Dieser enthält nämlich die Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren der Finanzinstitute.

2. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist bei einer Baufinanzierung entscheidend und ein wichtiger Faktor für die jeweilige Bank. Für eine solide Finanzierung sollte das Eigenkapital durchaus umfassend eingesetzt werden, ein ausreichender Notgroschen muss aber dennoch zur Seite gelegt werden. Eine gute und vielfach empfohlene Variante ist hier die 30:70-Eigenkapital-Formel - hierbei werden 30 Prozent der Baufinanzierung als Eigenkapital betrachtet, während 70 Prozent im Rahmen des Kreditanteils hinzukommen. Gebunkert werden muss hier nicht, denn ansonsten können keine Zinsen gespart werden und auch die Konditionen bleiben meist teurer.

3. Tilgung und Laufzeit

Nun folgt die Aushandlung der genaueren Details. Ratsam ist unter anderem die Vereinbarung einer hohen Anfangstilgung, statt einem Prozent beispielsweise 2 Prozent. So sind Nutzer nicht nur schneller schuldenfrei, sondern können langfristig auch noch Zinsen sparen. Natürlich sollte das Budget für eine höhere Tilgung aber auch vorhanden sein. Auch die Laufzeit ist nun relevant - solange hier noch ein Zinstief vorhanden ist, sollten Anleger durchaus eine möglichst lange Laufzeit anstreben und sich diese am besten für 15 oder mehr Jahre sichern. Ein Dilemma, das hier nun entsteht, ist die Tatsache, dass die Kosten für den Kredit immer höher sind, je länger die Laufzeit ist, andererseits sind die monatlichen Belastungen dafür aber auch niedriger. Eine sinnvolle Lösung kann in diesem Fall aber die Sondertilgung sein, die in jedem Fall offen gehalten werden sollte. Bei dieser Option kann nämlich eine plötzliche Gehaltserhöhung oder vielleicht auch eine Erbschaft dafür genutzt werden, direkt eine größere Summe auf einen Schlag abzubezahlen.

4. Finanzierungsprobleme - was tun?

Wer einen finanziellen Engpass überbrücken muss, der kann seine normalerweise für die Baufinanzierung fälligen Monatsraten für eine gewisse Zeit lang aussetzen oder zumindest verringern. Die Rede ist hierbei von der sogenannten Stundung, sie sollte allerdings nur dann gebraucht werden, wenn die volle finanzielle Leistungsfähigkeit innerhalb von rund sechs Monaten wieder erreicht werden kann. Nachteilig ist jedoch, dass viele Banken hier meist einen Zinsaufschlag verlangen oder eine zusätzliche Gebühr einfordern. Eine andere Alternative ist hingegen die Umschuldung, die vor allem dann greift, wenn festgestellt wird, dass die angesetzten Raten von Anfang an zu hoch waren und das Budget der Familie daher auf längere Sicht übersteigen. In diesem Fall müssen die Raten angepasst werden, was mithilfe einer Umschuldung realisiert werden kann. Ein alter Kredit wird hierbei in einen neuen umgewandelt, was insbesondere dann sehr sinnvoll ist, wenn der erste Kredit während einer Zeit der hohen Zinsen abgeschlossen wurde, welche mittlerweile aber wieder gesunken sind. Denn dann kann die Umschuldung sogar dazu führen, dass eine niedrigere Monatsbelastung bei gleichbleibender Laufzeit erfolgt.

5. Kreditsonderprogramme der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ermöglicht künftigen Hausbauern und Wohnungseigentümern die Möglichkeit einer Nutzung von öffentlich geförderten Kreditsonderprogrammen. Hierbei werden 30% der Gesamtkosten beispielsweise mit dem Wohneigentumsprogramm finanziert, aber auch zinsgünstige Darlehen sind über die KfW nutzbar, wenn es um die sogenannten KfW Effizienzhäuser geht. Auch energetische Sanierungen können zinsgünstig beantragt werden. Das Angebot der KfW ist hier relativ vielfältig, informieren und nachhaken lohnt sich aber. Darüber bietet es sich oftmals auch an, sich beim jeweiligen Bundesland zu informieren und möglicherweise dortige Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

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