Sozialversicherungsbeiträge 2018

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Die Beitragssätze und Rechengrößen für 2018 stehen noch nicht fest. Es gibt aber einige Trends und Entwicklungen.

Beitragssätze zur Sozialversicherung 2018 Geplante Werte
Krankenversicherung
Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,6 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 Prozent).
Beim ermäßigten Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,0 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,0 Prozent).
An dieser gesetzlichen Festlegung wird sich 2018 wohl nichts ändern.
Den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer kann die Krankenkasse selbst festlegen.
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wird 2018 wohl steigen. Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze (Mehr ...).
Allgemeiner Beitragssatz
14,60% + X

Arbeitnehmer: 7,30% + X
Arbeitgeber: 7,30%
Ermäßigter Beitragssatz
14,0% + X

Arbeitnehmer: 7,00% + X
Arbeitgeber: 7,00%
Pflegeversicherung
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II ist ab 2017 der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 bzw. 2,8 Prozent für Kinderlose gestiegen.
Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen bis 2022 stabil bleiben - Sechster Pflegebericht der Bundesregierung
Der Sechste Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung wurde am 14. Dezember 2016 vom Kabinett beschlossen.
Auszug aus dem Inhalt:
Mit dem PSG II und der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs erfolgt eine nochmalige Erhöhung des Beitragssatzes der Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte, die zu Mehreinnahmen in Höhe von derzeit rd. 2,5 Mrd. Euro führen. Zudem wird die gesetzlich vorgeschriebene Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung um ein Jahr auf 2017 vorgezogen; insgesamt stehen mit dem PSG II daher rd. 3,7 Mrd. Euro pro Jahr zur Finanzierung der erheblichen Leistungsverbesserungen bereit. Die finanzielle Situation der Pflegeversicherung macht es gleichwohl möglich, den Beitragssatz ab 2017 bis in das Jahr 2022 stabil zu halten.
In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern. Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen einen höheren Anteil als die Arbeitgeber.
2,55%
Arbeitnehmer: 1,275%
Arbeitgeber: 1,275%
Besonderheit in Sachsen:
Arbeitnehmer: 1,775%
Arbeitgeber: 0,775%
Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
(kinderlose Versicherte, die das 23. Lebensjahr vollendet haben)
Den Beitragszuschlag trägt der Arbeitnehmer allein.
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (außer Sachsen): 1,275% + 0,25% = 1,525%
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (nur in Sachsen): 1,775% + 0,25% = 2,025%
0,25%
Rentenversicherung
Die Beitragssatzverordnung 2015 senkte den Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung für 2015 auf 18,7 Prozent.
Nach dem Rentenversicherungsbericht 2016 soll der Beitragssatz in der mittleren Variante bis 2021 unverändert auf diesem Niveau bleiben.
Auszug aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 30. November 2016:
Nach den Modellrechnungen bleibt der Beitragssatz zum 1. Januar 2017 konstant bei 18,7 Prozent. Infolge der Verstetigungsregel bleibt er in der mittleren Variante bis 2021 unverändert auf diesem Niveau. Danach steigt der Beitragssatz über 20,2 Prozent in 2025 auf 21,8 Prozent in 2030.
18,70%
Arbeitnehmer: 9,35%
Arbeitgeber: 9,35%
Knappschaftliche Rentenversicherung
Die Beitragssatzverordnung 2015 senkte den Beitragssatz in der knappschaftlichen Rentenversicherung auf 24,8 Prozent. Mit einer Änderung wird erst ab 2022 gerechnet. Die Arbeitnehmer zahlen den gleichen Prozentsatz, wie in der allgemeinen Rentenversicherung. Die Arbeitgeber müssen den Rest bezahlen. Es besteht also keine Gleichverteilung in der Knappschaftlichen Rentenversicherung.
24,80%
Arbeitnehmer: 9,35%
Arbeitgeber: 15,45%
Arbeitslosenversicherung
Der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung ist zum 01.01.2011 auf 3,0 Prozent gestiegen. Dieser Satz wird sich wohl auch für 2018 nicht ändern.
Der Bund der Steuerzahler fordert, die Rücklagen der Arbeitslosenversicherung sachgerecht abzusenken.
Auszug aus der Pressemitteilung vom 04.01.2017:
Nach Widerständen aus der Politik hält der Bund der Steuerzahler an seiner Forderung fest, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2,5 Prozent zu senken. "Die Arbeitslosenversicherung benötigt keine Rücklage von mehr als elf Milliarden Euro, die ohne Senkung des Beitragssatzes im laufenden Jahr noch um weitere Milliarden ansteigen würde", betont BdSt-Präsident Reiner Holznagel. "Es ist nicht Aufgabe der Beitragszahler, der Bundesagentur für Arbeit ein solch gigantisches Sparschwein zu finanzieren. Der Beitragssatz muss abgesenkt werden - dies ist möglich, ohne Leistungen zu kürzen!"
SPD und Union wollen Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung prüfen. Das Bundesarbeitsministerium und die Bundesagentur für Arbeit sind gegen eine Senkung des Beitrags.
3,00%
Arbeitnehmer: 1,50%
Arbeitgeber: 1,50%

Gesetzlicher Mindestlohn 2018

Das Bundeskabinett hat am 26. Oktober 2016 die Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Damit gilt ab dem 1. Januar 2017 in Deutschland ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von brutto 8,84 Euro je Zeitstunde.
Das Gesetz sieht alle zwei Jahre eine Anpassung vor.
Der durch die Mindestlohnkommission festgelegte Mindestlohn von 8,84 Euro je Zeitstunde gilt ab 01.01.2018 ohne Ausnahmen.
Die nächste Anhebung steht zum 1. Januar 2019 an.
8,84 €

Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2009
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