Abrechnung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung (400-Euro-Job)

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Diese Seite beschäftigt sich mit der alten Regelung - 400-Euro-Job (gültig bis 31.12.2012) Der Bundesrat hat in seiner 903. Sitzung am 23.11.2012 die Minijob-Reform gebilligt.
Die neuen Grenzen sind zum 01.01.2013 in Kraft getreten.
Für geringfügig entlohnte Beschäftigungen wurde die Grenze von 400 Euro auf 450 Euro angehoben (450-Euro-Job).
Für Beschäftigte in der Gleitzone steigt die Verdienstgrenze um den gleichen Betrag. Die Gleitzone geht ab 2013 von 450,01 bis 850 Euro.

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV vor, wenn das Arbeitsentgelt (ab 01.04.2003) regelmäßig im Monat 400 € nicht überschreitet. Die wöchentliche Arbeitszeit ist dabei ab 01.04.2003 unerheblich (musste früher weniger als 15 Stunden betragen).
Folgende Einstellungen wurden beim Mitarbeiter vorgenommen:
Register Steuer: Steuerklasse wurde leer gelassen; bei Pauschsteuerberechnung wurde angegeben, dass der Arbeitgeber Träger der Pauschsteuer ist.
Hinweis: Im Normalfall trägt der Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuer. Eine Abwälzung der Pauschalsteuer auf den Arbeitnehmer ist aber möglich. Das gilt auch für die 2 %ige Pauschalsteuer für sog. 400-Euro-Jobs.
Hinweis: Die Pauschalierungsmöglichkeit mit 2% ist bei 400-Euro-Minijobs nicht gesetzlich vorgeschrieben (Kannvorschrift). Das bedeutet, dass anstelle der Pauschalierung der Lohnsteuer mit 2% auch ein Lohnsteuerabzug nach Lohnsteuerkarte möglich ist.

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Im Register Sozialversicherung muss als Krankenkasse die Knappschaft gewählt werden.
Bei Beitragsgruppe wurde der Beitragsgruppenschlüssel 6500 gewählt.
Bei Personengruppe muss der Personengruppenschlüssel 109 (Geringfügig entlohnte Beschäftigte) gewählt werden.
Ausführliche Informationen zum Personengruppenschlüssel 109

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Mit einem Klick auf Lohnberechnung gelangen wir zum Register Gehalt & Monatslohn.
Bei Lohn Gerinfügig (St.-frei) wurden hier 400 € eingegeben.
Die Zeile Aushilfslohn ist für kurzfristig beschäftigte Arbeitnehmer mit dem Personengruppenschlüssel 110 (Beitragsgruppenschlüssel 0000) vorgesehen.

Nach der Eingabe klicken Sie auf speichern. Damit wird die Berechnung ausgeführt und die Lohnabrechnung gezeigt.

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Vor dem Verlassen der jeweiligen Eingabemaske, müssen Sie durch Klick auf Speichern die eingegebenen Daten speichern!

Die Schaltfläche Korrektur ist notwendig, wenn Sie bereits abgerechnete (gebuchte) Daten korrigieren möchten. Wenn Sie Daten ändern wollen, die sich auf die Zukunft (noch nicht abgerechnete Perioden) beziehen, können Sie die Änderungen einfach in den entsprechenden Feldern vornehmen. Um die Schaltfläche Korrektur anklicken zu können, muss für den betreffenden Mitarbeiter mindestens eine Lohnabrechnung durchgeführt worden sein.

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Wahl der Rentenversicherungspflicht bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen (400-Euro-Minijob mit Beitragsaufstockung durch den Arbeitnehmer)

Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, Minijobber zu Beginn ihrer Beschäftigung über die Möglichkeit der Aufstockung zu informieren! Wählt der Arbeitnehmer die Rentenversicherungspflicht muss er diese Option schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber erklären. Diese Erklärung ist zum Lohnkonto zu nehmen.
Da Minijobber versicherungsfrei in der Rentenversicherung sind, erwerben sie nur geringe Rentenansprüche (durch die Pauschalbeiträge die der Arbeitgeber entrichtet). Um vollwertige Rentenansprüche aufzubauen, haben sie die Option, auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten und so die Rentenversicherungsbeiträge aufzustocken.
Die bisherige Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung mit der Möglichkeit der vollen Versicherungspflicht für geringfügig entlohnte Beschäftigte wurde zum 1. Januar 2013 in eine Rentenversicherungspflicht mit Befreiungsmöglichkeit umgewandelt (Wechsel von Opt-in zu Opt-out). Der geringfügig entlohnte Beschäftigte kann sich also auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen. Der schriftliche Befreiungsantrag ist dem Arbeitgeber zu übergeben (Ausführliche Informationen zur Rentenversicherungspflicht).

Der Arbeitnehmer zahlt die Differenz zwischen dem vollen Beitrag zur Rentenversicherung und dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers unter Beachtung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage. Dazu muss im Register Sozialversicherung der Beitragsgruppenschlüssel 6100 gewählt werden. Im Feld Verzicht RV-Freiheit/Gleitzone RV tragen Sie das Datum ein, ab dem der Mitarbeiter auf seine RV-Freiheit verzichtet.

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Mit einem Klick auf Lohnberechnung gelangen wir zum Register Gehalt & Monatslohn.
Bei Lohn Gerinfügig (St.-frei) wurden hier 400 € eingegeben.
Nach der Eingabe klicken Sie auf speichern. Damit wird die Berechnung ausgeführt und die Lohnabrechnung gezeigt.
Auch wenn die 400 € schon eingegeben waren und Sie nur die Änderung beim Mitarbeiter gemacht haben, müssen Sie auf speichern klicken, um die Änderung zu übernehmen.

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Im Gegensatz zur obigen Abrechnung hat der Arbeitnehmer jetzt Abzüge von 18,40 €.
Da der Arbeitgeber schon 15% Pauschalbeitrag zahlt, muss der Arbeitnehmer noch 4,6% (Differenz zum vollen Beitrag zur Rentenversicherung von 19,6% im Jahr 2012) selbst zahlen.
4,6% von 400 € sind 18,40 €.

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