Mindestlohn reicht nicht fürs Großstadtleben

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Der gesetzliche Mindestlohn reicht selbst bei einem Vollzeitjob nicht fürs Großstadtleben.
Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung liegt der notwendige Stundenlohn für Vollzeitbeschäftigte in 19 der 20 größten Städte Deutschlands oberhalb des aktuell gültigen Mindestlohns von 8,84 Euro (bei Ansatz einer durchschnittlichen tarifvertraglichen Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden). Der aktuelle Mindestlohn von 8,84 Euro reicht für ein Leben ohne Hartz IV nur, wenn man in Leipzig wohnt. Bei einer 40-Stunden-Woche sind immer noch 16 der 20 größten Städte Deutschlands betroffen.

Auszug aus der Studie:

Trotz der deutlichen Lohnsteigerungen bei Geringverdienern ist die Anzahl der Aufstocker kaum gesunken: 2017 waren der Studie zufolge nach wie vor mehr als 190 000 Beschäftigte trotz Vollzeitjob zusätzlich auf Hartz IV angewiesen. Nach Ansicht der Autoren dürften dafür unter anderem die rasant steigenden Mieten in vielen Städten verantwortlich sein. Nach ihren Berechnungen wären in 19 der 20 größten deutschen Städte Stundenlöhne oberhalb von 8,84 Euro notwendig, damit alleinlebende Beschäftigte mit der durchschnittlichen tariflichen Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden ohne zusätzliche Leistungen vom Amt über die Runden kommen können.

Die Hans-Böckler-Stiftung hat im Böckler Impuls 07/2018 einen Artikel zum Thema Mindestlohn herausgebracht. Die folgende Grafik ist zum Artikel erschienen.

Mindestlohn
Erfolgreich, aber noch zu niedrig
Der gesetzliche Mindestlohn hat sich bewährt. Eine deutliche Erhöhung wäre wirtschaftspolitisch sinnvoll.
Zum Artikel (Böckler Impuls 07/2018)

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