Personalwirtschaft leicht gemacht

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Zu den Angelegenheiten, die jeder Selbstständige zu regeln hat, gehört die Personalwirtschaft. Wer hier den Überblick und die Übersicht verliert, hat schnell verloren. Deshalb gibt dieser Artikel einige Tipps, wie Unternehmer ihre Personalwirtschaft im Überblick behalten können. Worauf gilt es zu achten? Welche Aspekte der Personalwirtschaft gibt es?

Personalplanung - mit Weitsicht zum Erfolg

Personalplanung bedeutet vor allem, alle betrieblichen Erfordernisse so abzudecken, dass keine Lücken entstehen. Die Bedürfnisse jedes Unternehmens unterscheiden sich dann natürlich je nach Ziel. Muss sich das Unternehmen konsolidieren, wird die Personalplanung vermutlich kleiner ausfallen als bei einem wachsenden Unternehmen. Insofern hängt die Planung an verschiedenen Faktoren.

Die sogenannte Personalbedarfsplanung analysiert anhand des Personalstands den personellen Soll-Zustand jedes Unternehmens. Zu beachten ist dabei die enge Verzahnung mit den finanziellen Ressourcen des Unternehmens. Sollten die eigenen Bestände nicht für die Deckung der Personalkosten reichen, kann ein sinnvoller Vergleich von Krediten empfehlenswert sein. Bei einem nicht geringen Anteil von Unternehmen ist ein Mindestmaß von Personal nötig, um den Betrieb und das Generieren von Umsatz aufrecht zu erhalten. Kann das Personal nicht mehr unterhalten werden, ist also kein Umsatz mehr möglich. Daher kann ein Kredit hier eine wirksame Alternative sein!

Kreditvergleich

Personalentwicklung - in vorhandenes Personal investieren

Angesichts des zunehmenden Durchschnittsalters der deutschen Bevölkerung gewinnt die sogenannte Personalentwicklung immer mehr an Gewicht. Personalentwicklung bedeutet, bestehendem Personal die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die es für eine Weiterentwicklung und Qualitätssteigerung benötigt. Diese Weiterentwicklung sollte sich dabei nicht nur auf das fachliche oder methodische Gebiet erstrecken, sondern auch soziale und persönliche Qualitäten weiter entwickeln.

Dabei unterteilen sich die Personalentwicklungsmaßnahmen in drei Zielgruppen:

  • Berufseinsteiger
  • Normale Angestellte
  • Berufsaussteiger

Um die zukünftige Loyalität von Berufseinsteigern zu sichern und diese in mehr als ausreichendem Maße zu qualifizieren, sollten Unternehmen, die die nötigen Ressourcen zur Verfügung haben, beispielsweise Traineestellen oder Praktika sowie eine Berufsausbildung anbieten.

Für Angestellte, die sich schon länger im Unternehmen befinden, bieten sich z.B. Projektarbeiten, Fortbildungen, Workshops und Karriereplanung an.

Für Berufsaussteiger, deren Karrieren langsam zu Ende gehen, können begleitende Seminare und Vorträge sowie Personalgespräche sinnvoll sein.

Bedenken Sie bei der Personalentwicklung stets, dass diese nicht etwa ein notwendiges Übel, sondern eine gewinnbringende Maßnahme in jeder Hinsicht für Ihr Unternehmen sein kann. Zudem wird im globalisierten Zeitalter nichts daran vorbei führen, sich auf immer rascher auftretende Änderungen einzustellen. Wer im 21. Jahrhundert auf die Märkte reagieren und in der Erfolgsspur bleiben will, muss mit der Zeit gehen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dies genauso ermöglichen.

Recruiting / Personalbedarfsplanung

Es gibt grundsätzlich das interne und das externe Recruiting. Beim internen Recruiting besteht der Vorteil darin, dass durch die Weiterverwendung bereits vorhandener Mitarbeiter, die man bei personalentwickelnden Maßnahmen entsprechend weiterqualifiziert hat, keine Neukosten anfallen. Allerdings muss man im Falle der Versetzung des Mitarbeiters die nun vakante Stelle mit einem neuen Mitarbeiter besetzen - dann fallen also nichtsdestotrotz Kosten an.

Ist die Besetzung einer vakanten Stelle aber nicht mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter aus dem eigenen Pool möglich, ist es wichtig, die heutigen Möglichkeiten für Recruiting umfassend zu nutzen. So gibt es verschiedene soziale Netzwerke wie beispielsweise Xing, die unter anderem zum Finden von geeigneten Kandidaten eingesetzt werden können.

Klassisch werden für das Recruiting auch gerne noch online oder in Print-Medien Stellenanzeigen geschaltet. Zudem sind viele Unternehmen bei Recruitingveranstaltungen wie z.B. Messen präsent.

Alternativ können noch eingegangene Initiativbewerbungen ausgewertet werden, allerdings ist dies in der Regel recht zeitintensiv, da die Bewerberinnen und Bewerber sich ja auf keine konkrete Stelle beworben haben. Für das Lösen dieses Problems bietet sich das Anlegen einer Bewerberkartei an, die eine Übersicht über die Vorzüge und Nachteile für bestimmte Stellen von Bewerbern gibt.

Die Personalverwaltung - administrative Notwendigkeit

Die Personalverwaltung ist diejenige, die sich um die routinemäßigen Aufgaben kümmert. Dazu zählen beispielsweise die Erfassung von Arbeits- und Urlaubszeiten der Belegschaft, die Anmeldung dieser bei Sozialversicherern, die Abführung von Steuern und Sozialabgaben und viele mehr. Selbstverständlich werden auch Schriftstücke wie Arbeitsverträge, Gehaltsabrechnungen und Kündigungen hier erstellt.

Sollten Sie in der Lage sein, Mitarbeiter für die Personalverwaltung einstellen zu können, achten Sie vor allem auf eine gute Ausbildung und darauf, dass die Personalverwalterinnen und Personalverwalter genau und mit Übersicht arbeiten!

Personalverwaltung

Die Personalwirtschaft - ein integraler Bestandteil jedes Unternehmens

In vielerlei Hinsicht ist die Personalwirtschaft nicht das Aushängeschild der meisten Unternehmen - zu unscheinbar erscheint sie. Völlig zu Unrecht, denn ohne, dass sie ihre Arbeit mindestens solide macht, wird kein Unternehmen erfolgreich sein. Gerade die Personalentwicklung ist unverständlicherweise völlig unterrepräsentiert, dabei ist sie gerade in den heutigen Zeiten, in denen die Wirtschaft zunehmend digitalisiert wird, von einer enormen Bedeutung. Die meisten Unternehmen erwarten von ihren Mitarbeitern nachweislich sehr viel, stellen aber zu wenige Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung bereit.

Wer die Personalverwaltung beispielsweise vernachlässigt, wird unter Umständen sogar Schwierigkeiten mit dem Finanzamt und damit vermutlich juristischer Art bekommen. Nicht jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, größere Ressourcen für die Personalwirtschaft bereitzustellen - und doch lohnt es sich, zumindest Zeit in Personalangelegenheiten zu investieren.

Bildquellen:
Abbildung 1: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © louisehoffmann83 (CC0 Public Domain)

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