Sozialversicherungsbeiträge 2018

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Die Beitragssätze und Rechengrößen für 2018 stehen noch nicht endgültig fest. Sie finden hier die geplanten Werte:

  • Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld sinkt zum 01.01.2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent. Der Bundesrat hat in seiner 960. Sitzung am 22. September 2017 beschlossen, der Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2018 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen.
  • Die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 befindet auf der Tagesordnung der 961. Sitzung des Bundesrates am 03.11.2017. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr angepasst (Beitragsbemessungsgrenzen, Bezugsgrößen, Jahresarbeitsentgeltgrenzen). Bevor die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 im Bundesgesetzblatt verkündet wird, muss der Bundesrat zugestimmt haben.
  • Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen bis 2022 stabil bleiben (Sechster Pflegebericht der Bundesregierung).
  • Der derzeitige Beitragssatz von 18,7 Prozent in der Rentenversicherung soll nach den aktuellen Vorausberechnungen bis zum Jahr 2021 stabil bleiben (Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung vom 29.06.2017).
  • Die Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung und anderer Verordnungen befindet sich unter Neueingänge beim Bundesrat. Darin finden sich die Sachbezugswerte 2018.
  • Das Bundesministerium für Gesundheit wird bis zum 1. November 2017 den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2018 festlegen.
Beitragssätze zur Sozialversicherung 2018 Geplante Werte
Krankenversicherung
Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,6 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 Prozent).
Beim ermäßigten Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,0 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,0 Prozent).
An dieser gesetzlichen Festlegung wird sich 2018 wohl nichts ändern.
Den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer kann die Krankenkasse selbst festlegen.
Der GKV-Spitzenverband erwartet nicht, dass sich der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2018 erhöhen wird. Er liegt derzeit bei 1,1 Prozent. Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze (Mehr ...).
Allgemeiner Beitragssatz
14,60% + X

Arbeitnehmer: 7,30% + X
Arbeitgeber: 7,30%
Ermäßigter Beitragssatz
14,0% + X

Arbeitnehmer: 7,00% + X
Arbeitgeber: 7,00%
Pflegeversicherung
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II ist ab 2017 der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 bzw. 2,8 Prozent für Kinderlose gestiegen.
Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen bis 2022 stabil bleiben - Sechster Pflegebericht der Bundesregierung
Der Sechste Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung wurde am 14. Dezember 2016 vom Kabinett beschlossen.
Auszug aus dem Inhalt:
Mit dem PSG II und der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs erfolgt eine nochmalige Erhöhung des Beitragssatzes der Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte, die zu Mehreinnahmen in Höhe von derzeit rd. 2,5 Mrd. Euro führen. Zudem wird die gesetzlich vorgeschriebene Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung um ein Jahr auf 2017 vorgezogen; insgesamt stehen mit dem PSG II daher rd. 3,7 Mrd. Euro pro Jahr zur Finanzierung der erheblichen Leistungsverbesserungen bereit. Die finanzielle Situation der Pflegeversicherung macht es gleichwohl möglich, den Beitragssatz ab 2017 bis in das Jahr 2022 stabil zu halten.
In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern. Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen einen höheren Anteil als die Arbeitgeber.
2,55%
Arbeitnehmer: 1,275%
Arbeitgeber: 1,275%
Besonderheit in Sachsen:
Arbeitnehmer: 1,775%
Arbeitgeber: 0,775%
Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
(kinderlose Versicherte, die das 23. Lebensjahr vollendet haben)
Den Beitragszuschlag trägt der Arbeitnehmer allein.
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (außer Sachsen): 1,275% + 0,25% = 1,525%
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (nur in Sachsen): 1,775% + 0,25% = 2,025%
0,25%
Rentenversicherung
Die Beitragssatzverordnung 2015 senkte den Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung für 2015 auf 18,7 Prozent.
Nach dem Rentenversicherungsbericht 2016 soll der Beitragssatz in der mittleren Variante bis 2021 unverändert auf diesem Niveau bleiben.
Auszug aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 30. November 2016:
Nach den Modellrechnungen bleibt der Beitragssatz zum 1. Januar 2017 konstant bei 18,7 Prozent. Infolge der Verstetigungsregel bleibt er in der mittleren Variante bis 2021 unverändert auf diesem Niveau. Danach steigt der Beitragssatz über 20,2 Prozent in 2025 auf 21,8 Prozent in 2030.

In einer Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung vom 29.06.2017 wurde bestätigt, dass der Beitragssatz bis 2021 bei 18,7 Prozent bleiben soll:
Der derzeitige Beitragssatz von 18,7 Prozent in der Rentenversicherung werde nach den aktuellen Vorausberechnungen bis zum Jahr 2021 stabil bleiben. Dies teilte Annelie Buntenbach, Vorsitzende des Bundesvorstandes, in ihrem Bericht an die heute in Augsburg tagende Bundesvertreterversammlung mit. Im Jahr 2022 sei der Beitragssatz dann voraussichtlich auf 19,1 Prozent anzuheben.
18,70%
Arbeitnehmer: 9,35%
Arbeitgeber: 9,35%
Knappschaftliche Rentenversicherung
Die Beitragssatzverordnung 2015 senkte den Beitragssatz in der knappschaftlichen Rentenversicherung auf 24,8 Prozent. Mit einer Änderung wird erst ab 2022 gerechnet. Die Arbeitnehmer zahlen den gleichen Prozentsatz, wie in der allgemeinen Rentenversicherung. Die Arbeitgeber müssen den Rest bezahlen. Es besteht also keine Gleichverteilung in der Knappschaftlichen Rentenversicherung.
24,80%
Arbeitnehmer: 9,35%
Arbeitgeber: 15,45%
Arbeitslosenversicherung
Der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung ist zum 01.01.2011 auf 3,0 Prozent gestiegen. Dieser Satz wird sich wohl auch für 2018 nicht ändern.
Der Bund der Steuerzahler fordert: "Der Arbeitslosenbeitrag muss runter!".
Auszug aus der Pressemitteilung vom 30.06.2017:
Aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktzahlen bekräftigt der Bund der Steuerzahler (BdSt) seine Forderung, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2,5 Prozent zu senken. Denn der anhaltende Boom am Arbeitsmarkt wird der Arbeitslosenversicherung auch in den kommenden Jahren Milliarden-Überschüsse bescheren. "Runter mit dem Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung!", fordert BdSt-Präsident Reiner Holznagel auch mit Blick auf die Tatsache, dass derzeit allenfalls die Hälfte der Beitragseinnahmen zur Finanzierung des Arbeitslosengeldes genutzt wird - Tendenz fallend.
SPD und Union wollen Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung prüfen. Das Bundesarbeitsministerium und die Bundesagentur für Arbeit sind gegen eine Senkung des Beitrags.
3,00%
Arbeitnehmer: 1,50%
Arbeitgeber: 1,50%
Insolvenzgeldumlage
Umlagepflichtig sind grundsätzlich alle Arbeitgeber. Der Bundesrat hat in seiner 960. Sitzung am 22. September 2017 beschlossen, der Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2018 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen. Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld sinkt zum 01.01.2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent.
0,06%
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Übersicht Beitragsbemessungsgrenzen und Bezugsgrößen in der Sozialversicherung 2018 (geplant)

Der Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 liegt vor (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziale).

Beitragsbemessungsgrenzen 2018 Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 53.100,00 € 53.100,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.425,00 € 4.425,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 78.000,00 € 69.600,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 6.500,00 € 5.800,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (jährlich) 96.000,00 € 85.800,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (monatlich) 8.000,00 € 7.150,00 €
Bezugsgrößen 2018 Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 36.540,00 € 36.540,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 3.045,00 € 3.045,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 36.540,00 € 32.340,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 3.045,00 € 2.695,00 €
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Weitere Werte in der Sozialversicherung 2018 (geplant)

Jahresarbeitsentgeltgrenzen (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Jahresarbeitsentgeltgrenze
Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 59.400,00 €
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 53.100,00 €
Freiwillige Versicherung in der Krankenversicherung (bundeseinheitlich; monatlich)  
Regelbemessungsgrenze - hauptberuflich Selbständige
identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze
4.425,00 €
Mindestbemessungsgrundlage - allgemein
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der neunzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.045,00 / 90 * 30 = 1015,00
1015,00 €
Mindestbemessungsgrundlage - Existenzgründer, die den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit oder Einstiegsgeld erhalten, oder einen Antrag auf Härtefall gestellt haben
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der sechzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.045,00 / 60 * 30 = 1.522,50
1.522,50 €
Mindestbemessungsgrundlage - hauptberuflich Selbständige
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der vierzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.045,00 / 40 * 30 = 2.283,75
2.283,75 €
Höchstzuschüsse des Arbeitgebers für Mitglieder der privaten Krankenversicherung/ Pflegeversicherung (monatlich) Erläuterung bei Private Krankenversicherung
Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld 323,03 €
Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld 309,75 €
Pflegeversicherung (bundeseinheitlich außer Sachsen) 56,42 €
Pflegeversicherung (Bundesland Sachsen) 34,29 €
Geringverdiener (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringverdiener
Geringverdienergrenze (monatlich) 325,00 €
Familienversicherung  
Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung (monatlich)
ein Siebtel der Bezugsgröße (3.045,00 € / 7)
435,00 €
Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung, wenn das Familienmitglied geringfügig entlohnt ist (monatlich)
Ein überwiegen des Arbeitsentgelts aus der geringfügigen Beschäftigung ist nicht notwendig.
450,00 €
Geringfügigkeit (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügigkeitsgrenze (monatlich) 450,00 €
Mindestbemessungsgrundlage in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte (bei Wahl der Rentenversicherungspflicht) 175,00 €
Mindestbeitrag in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte bei Rentenversicherungspflicht (175,00 € * 18,7%). 32,73 €
Gleitzone (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Gleitzone
Gleitzonenbeginn (monatlich) 450,01 €
Gleitzonenende (monatlich) 850,00 €
Gleitzonenfaktor (Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung für 2018 steht noch nicht fest) 0,????
Sachbezugswerte (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Sachbezugswerte
Sachbezugswert für freie Verpflegung (monatlich) 246,00 €
Sachbezugswert Frühstück kalendertäglich 1,73 €
Sachbezugswert Mittagessen kalendertäglich 3,23 €
Sachbezugswert Abendessen kalendertäglich 3,23 €
Sachbezugswert für freie Unterkunft (monatlich) 226,00 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung (monatlich je Quadratmeter) 3,97 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung mit einfacher Ausstattung (monatlich je Quadratmeter) 3,24 €

Gesetzlicher Mindestlohn 2018

Das Bundeskabinett hat am 26. Oktober 2016 die Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Damit gilt ab dem 1. Januar 2017 in Deutschland ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von brutto 8,84 Euro je Zeitstunde.
Das Gesetz sieht alle zwei Jahre eine Anpassung vor.
Der durch die Mindestlohnkommission festgelegte Mindestlohn von 8,84 Euro je Zeitstunde gilt ab 01.01.2018 ohne Ausnahmen.
Die nächste Anhebung steht zum 1. Januar 2019 an.
8,84 €

Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2009
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2010
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2011
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2012
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2013
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2014
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2015
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2016
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2017

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