Sozialversicherungsbeiträge 2018

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  • Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld sinkt zum 01.01.2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent. Der Bundesrat hat in seiner 960. Sitzung am 22. September 2017 beschlossen, der Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2018 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen.
  • Der für die Berechnung des Faktor F in der Gleitzone notwendige durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde am 26. Oktober 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Zusatzbeitragssatz wird für das Jahr 2018 auf 1,0 Prozent abgesenkt.
  • Die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2018 stand auf der Tagesordnung der 961. Sitzung des Bundesrates am 03.11.2017. Der Bundesrat hat zugestimmt. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr angepasst (Beitragsbemessungsgrenzen, Bezugsgrößen, Jahresarbeitsentgeltgrenzen).
  • Der Bundesrat hat in seiner 962. Sitzung am 24.11.2017 die Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung angenommen. Damit stehen die Sachbezugswerte für 2018 fest.
  • Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent. Das hat das Kabinett beschlossen (Pressemeldung der Bundesregierung vom 22. November 2017). In der knappschaftlichen Rentenversicherung sinkt der Beitragssatz ebenfalls zum 1. Januar 2018 von 24,8 auf 24,7 Prozent.
    Die Beitragssatzverordnung 2018 bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.
  • Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen bis 2022 stabil bleiben (Sechster Pflegebericht der Bundesregierung).
Beitragssätze zur Sozialversicherung 2018 Werte
Krankenversicherung
Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,6 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 Prozent).
Beim ermäßigten Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,0 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,0 Prozent).
An dieser gesetzlichen Festlegung wird sich 2018 wohl nichts ändern.
Den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer kann die Krankenkasse selbst festlegen.
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wird für das Jahr 2018 auf 1,0 Prozent abgesenkt. Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze (Mehr ...).
Allgemeiner Beitragssatz
14,60% + X

Arbeitnehmer: 7,30% + X
Arbeitgeber: 7,30%
Ermäßigter Beitragssatz
14,0% + X

Arbeitnehmer: 7,00% + X
Arbeitgeber: 7,00%
Pflegeversicherung
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II ist ab 2017 der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 bzw. 2,8 Prozent für Kinderlose gestiegen.
Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen bis 2022 stabil bleiben - Sechster Pflegebericht der Bundesregierung
Der Sechste Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung wurde am 14. Dezember 2016 vom Kabinett beschlossen.
Auszug aus dem Inhalt:
Mit dem PSG II und der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs erfolgt eine nochmalige Erhöhung des Beitragssatzes der Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte, die zu Mehreinnahmen in Höhe von derzeit rd. 2,5 Mrd. Euro führen. Zudem wird die gesetzlich vorgeschriebene Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung um ein Jahr auf 2017 vorgezogen; insgesamt stehen mit dem PSG II daher rd. 3,7 Mrd. Euro pro Jahr zur Finanzierung der erheblichen Leistungsverbesserungen bereit. Die finanzielle Situation der Pflegeversicherung macht es gleichwohl möglich, den Beitragssatz ab 2017 bis in das Jahr 2022 stabil zu halten.
In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern. Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen einen höheren Anteil als die Arbeitgeber.
2,55%
Arbeitnehmer: 1,275%
Arbeitgeber: 1,275%
Besonderheit in Sachsen:
Arbeitnehmer: 1,775%
Arbeitgeber: 0,775%
Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
(kinderlose Versicherte, die das 23. Lebensjahr vollendet haben)
Den Beitragszuschlag trägt der Arbeitnehmer allein.
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (außer Sachsen): 1,275% + 0,25% = 1,525%
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (nur in Sachsen): 1,775% + 0,25% = 2,025%
0,25%
Rentenversicherung
Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent.
Der aktuelle Rentenversicherungsbericht zeigt, dass der Rentenbeitragssatz bis 2022 unverändert bei 18,6 Prozent bleibt.
18,60%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 9,30%
Knappschaftliche Rentenversicherung
Die Arbeitnehmer zahlen den gleichen Prozentsatz, wie in der allgemeinen Rentenversicherung. Die Arbeitgeber müssen den Rest bezahlen. Es besteht also keine Gleichverteilung in der Knappschaftlichen Rentenversicherung.
In der knappschaftlichen Rentenversicherung sinkt der Beitragssatz zum 1. Januar 2018 von 24,8 auf 24,7 Prozent.
24,70%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 15,40%
Arbeitslosenversicherung
Der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung ist zum 01.01.2011 auf 3,0 Prozent gestiegen. Dieser Satz wird sich wohl auch für 2018 nicht ändern.
Der Bund der Steuerzahler fordert: "Der Arbeitslosenbeitrag muss runter!".
Auszug aus der Pressemitteilung vom 30.06.2017:
Aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktzahlen bekräftigt der Bund der Steuerzahler (BdSt) seine Forderung, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2,5 Prozent zu senken. Denn der anhaltende Boom am Arbeitsmarkt wird der Arbeitslosenversicherung auch in den kommenden Jahren Milliarden-Überschüsse bescheren. "Runter mit dem Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung!", fordert BdSt-Präsident Reiner Holznagel auch mit Blick auf die Tatsache, dass derzeit allenfalls die Hälfte der Beitragseinnahmen zur Finanzierung des Arbeitslosengeldes genutzt wird - Tendenz fallend.
SPD und Union wollen Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung prüfen. Das Bundesarbeitsministerium und die Bundesagentur für Arbeit sind gegen eine Senkung des Beitrags.
3,00%
Arbeitnehmer: 1,50%
Arbeitgeber: 1,50%
Insolvenzgeldumlage
Umlagepflichtig sind grundsätzlich alle Arbeitgeber. Der Bundesrat hat in seiner 960. Sitzung am 22. September 2017 beschlossen, der Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2018 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen. Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld sinkt zum 01.01.2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent.
0,06%
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Übersicht Beitragsbemessungsgrenzen und Bezugsgrößen in der Sozialversicherung 2018

Die Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2018 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018) hat der Bundesrat am 03.11.2017 gebilligt.

Beitragsbemessungsgrenzen 2018 Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 53.100,00 € 53.100,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.425,00 € 4.425,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 78.000,00 € 69.600,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 6.500,00 € 5.800,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (jährlich) 96.000,00 € 85.800,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (monatlich) 8.000,00 € 7.150,00 €
Bezugsgrößen 2018 Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 36.540,00 € 36.540,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 3.045,00 € 3.045,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 36.540,00 € 32.340,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 3.045,00 € 2.695,00 €
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Weitere Werte in der Sozialversicherung 2018

Jahresarbeitsentgeltgrenzen (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Jahresarbeitsentgeltgrenze
Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 59.400,00 €
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 53.100,00 €
Freiwillige Versicherung in der Krankenversicherung (bundeseinheitlich; monatlich)  
Regelbemessungsgrenze - hauptberuflich Selbständige
identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze
4.425,00 €
Mindestbemessungsgrundlage - allgemein
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der neunzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.045,00 / 90 * 30 = 1015,00
1015,00 €
Mindestbemessungsgrundlage - Existenzgründer, die den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit oder Einstiegsgeld erhalten, oder einen Antrag auf Härtefall gestellt haben
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der sechzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.045,00 / 60 * 30 = 1.522,50
1.522,50 €
Mindestbemessungsgrundlage - hauptberuflich Selbständige
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der vierzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.045,00 / 40 * 30 = 2.283,75
2.283,75 €
Höchstzuschüsse des Arbeitgebers für Mitglieder der privaten Krankenversicherung/ Pflegeversicherung (monatlich) Erläuterung bei Private Krankenversicherung
Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld 323,03 €
Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld 309,75 €
Pflegeversicherung (bundeseinheitlich außer Sachsen) 56,42 €
Pflegeversicherung (Bundesland Sachsen) 34,29 €
Geringverdiener (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringverdiener
Geringverdienergrenze (monatlich) 325,00 €
Familienversicherung  
Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung (monatlich)
ein Siebtel der Bezugsgröße (3.045,00 € / 7)
435,00 €
Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung, wenn das Familienmitglied geringfügig entlohnt ist (monatlich)
Ein überwiegen des Arbeitsentgelts aus der geringfügigen Beschäftigung ist nicht notwendig.
450,00 €
Geringfügigkeit (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügigkeitsgrenze (monatlich) 450,00 €
Mindestbemessungsgrundlage in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte (bei Wahl der Rentenversicherungspflicht) 175,00 €
Mindestbeitrag in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte bei Rentenversicherungspflicht (175,00 € * 18,6%). 32,55 €
Gleitzone (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Gleitzone
Gleitzonenbeginn (monatlich) 450,01 €
Gleitzonenende (monatlich) 850,00 €
Gleitzonenfaktor 0,7547
Sachbezugswerte (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Sachbezugswerte
Sachbezugswert für freie Verpflegung (monatlich) 246,00 €
Sachbezugswert Frühstück kalendertäglich 1,73 €
Sachbezugswert Mittagessen kalendertäglich 3,23 €
Sachbezugswert Abendessen kalendertäglich 3,23 €
Sachbezugswert für freie Unterkunft (monatlich) 226,00 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung (monatlich je Quadratmeter) 3,97 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung mit einfacher Ausstattung (monatlich je Quadratmeter) 3,24 €

Gesetzlicher Mindestlohn 2018

Das Bundeskabinett hat am 26. Oktober 2016 die Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Damit gilt ab dem 1. Januar 2017 in Deutschland ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von brutto 8,84 Euro je Zeitstunde.
Das Gesetz sieht alle zwei Jahre eine Anpassung vor.
Der durch die Mindestlohnkommission festgelegte Mindestlohn von 8,84 Euro je Zeitstunde gilt ab 01.01.2018 ohne Ausnahmen.
Die nächste Anhebung steht zum 1. Januar 2019 an.
8,84 €

Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2009
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2010
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2011
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2012
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2013
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2014
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2015
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2016
Übersicht der Sozialversicherungsbeiträge 2017

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