Sozialversicherungsbeiträge 2019 - Geplante Werte

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Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gewinnt immer mehr an Bedeutung
Für alle ab 1961 Geborenen gibt es hohe Hürden, bei Berufsunfähigkeit eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten. Wer ernsthaft erkrankt, dem droht nicht selten der soziale Abstieg. Jeder vierte Berufstätige wird vor Rentenbeginn berufsunfähig. Burnout ist immer häufiger der Grund für das vorzeitige Ende der beruflichen Laufbahn (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und Deutsche Rentenversicherung Bund).
Online-Tarifvergleich Berufsunfähigkeitsversicherung

Hinweis: Die meisten Kfz-Versicherungsverträge enden am 31. Dezember eines Jahres. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat zum Vertragsende. Die Kündigung muss dem Kfz-Versicherer deshalb spätestens am Stichtag 30. November vorliegen (KFZ-Versicherungsvergleich).


  • Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Beitragsentlastung der Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versichertenentlastungsgesetz) gebilligt. Mit dem Versichertenentlastungsgesetz sollen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten getragen werden.
  • Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll um 0,3% auf 2,7% gesenkt werden.
  • Der Beitrag zur Pflegeversicherung soll um 0,3% auf 2,85% steigen (3,1% für kinderlose Arbeitnehmer).
  • Im Koalitionsvertrag ist eine Ausweitung der Gleitzone vorgesehen. Das Regierungsprogramm der SPD stellt eine Gleitzone bis 1.300 Euro in Aussicht.
Beitragssätze zur Sozialversicherung 2019 Geplante Werte
Krankenversicherung
Online-Tarifvergleich gesetzliche Krankenversicherung
Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,6 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 Prozent).
Beim ermäßigten Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,0 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,0 Prozent).
Den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer kann die Krankenkasse selbst festlegen.
Mit dem Versichertenentlastungsgesetz sollen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung ab 1. Januar 2019 wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten getragen werden. Der bisherige Zusatzbeitrag wird damit paritätisch finanziert. Für die Finanzreserven der Krankenkassen werden gesetzlich definierte Höchstgrenzen vorgesehen und Abbaumechanismen geschaffen, damit überschüssige Mittel der Gesundheitsversorgung zugeführt und die Zusatzbeiträge stabilisiert bzw. abgesenkt werden können. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wird für das Jahr 2019 noch festgelegt. Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze und nach § 242a Abs. 2 SGB V bis zum 1. November 2018 im Bundesanzeiger zu veröffentlichen (Mehr ...).
Anfrage zur Krankenzusatzversicherung
Allgemeiner Beitragssatz
14,60% + X

Arbeitnehmer: 7,30% + X/2
Arbeitgeber: 7,30% + X/2
Ermäßigter Beitragssatz
14,0% + X

Arbeitnehmer: 7,00% + X/2
Arbeitgeber: 7,00% + X/2
Pflegeversicherung
Der Beitrag zur Pflegeversicherung soll ab 2019 um 0,3% steigen.
In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern. Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen einen höheren Anteil als die Arbeitgeber.
2,85%
Arbeitnehmer: 1,425%
Arbeitgeber: 1,425%
Besonderheit in Sachsen:
Arbeitnehmer: 1,925%
Arbeitgeber: 0,925%
Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
(kinderlose Versicherte, die das 23. Lebensjahr vollendet haben)
Den Beitragszuschlag trägt der Arbeitnehmer allein.
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (außer Sachsen): 1,425% + 0,25% = 1,675%
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (nur in Sachsen): 1,925% + 0,25% = 2,175%
0,25%
Rentenversicherung
Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ist zum 1. Januar 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent gesunken.
Die Beiträge zur Rentenversicherung sollen in der mittleren Variante bis 2022 unverändert bei 18,6 Prozent bleiben (Rentenversicherungsbericht 2017).
18,60%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 9,30%
Knappschaftliche Rentenversicherung
Die Arbeitnehmer zahlen den gleichen Prozentsatz, wie in der allgemeinen Rentenversicherung. Die Arbeitgeber müssen den Rest bezahlen. Es besteht also keine Gleichverteilung in der Knappschaftlichen Rentenversicherung.
24,70%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 15,40%
Arbeitslosenversicherung
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD enthält zu einer möglichen Beitragssatzsenkung folgendes: "Wir werden den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozentpunkte senken."
2,70%
Arbeitnehmer: 1,35%
Arbeitgeber: 1,35%
Insolvenzgeldumlage
Umlagepflichtig sind grundsätzlich alle Arbeitgeber. Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld ist zum 01.01.2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent gesunken. Eine Prognose für 2019 ist noch nicht möglich.
0,06%
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Weitere Werte in der Sozialversicherung 2019

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Beitragsentlastung der Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versichertenentlastungsgesetz) gebilligt.
Die tatsächlichen Einkünfte von hauptberuflich Selbstständigen unterschreiten häufiger die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage. Derzeit wird der 40. Teil der monatlichen Bezugsgröße verwendet. Um Selbstständige mit geringeren Einkünften zu entlasten, wird die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für Selbstständige auf den 80. Teil der monatlichen Bezugsgröße abgesenkt. Damit würde auch der Beitrag halbiert. Die monatliche Mindestbeitragsbelastung reduziert sich von durchschnittlich 342,56 Euro auf durchschnittlich 171,28 Euro monatlich. Die bisherige Regelung für Härtefälle und Existenzgründer (60. Teil der Bezugsgröße) wird ersatzlos gestrichen, da auch diese Gruppe von der geänderten niedrigeren Mindestbeitragsbemessungsgrundlage profitiert.

Die Gleitzone geht seit dem 01.01.2013 von 450,01 bis 850 Euro. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht vor, die Gleitzone auszuweiten. Das Regierungsprogramm der SPD stellt eine Gleitzone bis 1.300 Euro in Aussicht.

Gesetzlicher Mindestlohn 2019

Die Mindestlohnkommission hat alle zwei Jahre über Anpassungen der Höhe des Mindestlohns zu beschließen. Nach der ersten Anpassung zum 01.01.2017 ist der 01.01.2019 der nächste Termin.
Die Mindestlohnkommission hat in ihrer Sitzung am 26.06.2018 einstimmig beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn ab dem 01.01.2019 auf 9,19 Euro und ab dem 01.01.2020 auf 9,35 Euro brutto je Zeitstunde festzusetzen. Die Bundesregierung muss die künftige Höhe des Mindestlohns noch per Verordnung umsetzen.
9,19 €

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht eine Mindesthöhe für Ausbildungsvergütungen vor.
 

Sozialversicherungsbeiträge 2009
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