Sozialversicherungsbeiträge 2020

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  • Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 bleibt bei 0,06 Prozent. Der Bundesrat hat zugestimmt. Die Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 wurde am 09.10.2019 im Bundesgesetzblatt verkündet.
  • Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt für das Jahr 2020 auf 1,1 Prozent (Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 28.10.2019).
  • Der Bundesrat hat in seiner 982. Sitzung am 08.11.2019 die Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung angenommen (Verordnung am 05.12.2019 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht). Damit stehen die Sachbezugswerte für 2020 fest.
  • Die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2020 stand auf der Tagesordnung der 983. Sitzung des Bundesrates am 29.11.2019. Der Bundesrat hat zugestimmt.
  • Der Beitragssatz für 2020 beträgt weiterhin in der allgemeinen Rentenversicherung 18,6% und in der knappschaftlichen Rentenversicherung 24,7% (Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt am 05.12.2019).
  • Ab dem 01.01.2020 beträgt der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung 2,4 Prozent (Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt am 05.12.2019).
  • Das Bundeskabinett beschloss am 18.11.2019 den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung zum 01.01.2020 auf 2,4 Prozent zu senken. Diese Senkung ist befristet bis Ende 2022.
Beitragssätze zur Sozialversicherung 2020 Werte
Krankenversicherung
Online-Tarifvergleich gesetzliche Krankenversicherung
Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,6 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 Prozent).
Beim ermäßigten Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,0 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,0 Prozent).
Den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer kann die Krankenkasse selbst festlegen.
Ab dem 1. Januar 2019 werden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in gleichem Maße von Arbeitgebern und Beschäftigten bzw. bei Rentnern von Rentenversicherung und Rentnern getragen. Der bisherige Zusatzbeitrag wird damit paritätisch finanziert.
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt für das Jahr 2020 auf 1,1 Prozent. Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze (Mehr ...).
Allgemeiner Beitragssatz
14,60% + X

Arbeitnehmer: 7,30% + X/2
Arbeitgeber: 7,30% + X/2
Ermäßigter Beitragssatz
14,0% + X

Arbeitnehmer: 7,00% + X/2
Arbeitgeber: 7,00% + X/2
Pflegeversicherung
Durch das Pflegeversicherungs-Beitragssatzanpassungsgesetz 2019 wurde der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung zum 01.01.2019 um 0,5 Prozentpunkte angehoben.
In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern. Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen einen höheren Anteil als die Arbeitgeber.
3,05%
Arbeitnehmer: 1,525%
Arbeitgeber: 1,525%
Besonderheit in Sachsen:
Arbeitnehmer: 2,025%
Arbeitgeber: 1,025%
Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
(kinderlose Versicherte, die das 23. Lebensjahr vollendet haben)
Den Beitragszuschlag trägt der Arbeitnehmer allein.
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (außer Sachsen): 1,525% + 0,25% = 1,775%
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (nur in Sachsen): 2,025% + 0,25% = 2,275%
0,25%
Rentenversicherung
Mit dem Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung vom 28.11.2018 wird der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung auf mindestens 18,6 und höchstens 20 Prozent begrenzt. Für 2020 bleibt der Satz bei 18,6%.
18,60%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 9,30%
Knappschaftliche Rentenversicherung
Die Arbeitnehmer zahlen den gleichen Prozentsatz, wie in der allgemeinen Rentenversicherung. Die Arbeitgeber müssen den Rest bezahlen. Es besteht also keine Gleichverteilung in der Knappschaftlichen Rentenversicherung.
24,70%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 15,40%
Arbeitslosenversicherung 2,40%
Arbeitnehmer: 1,20%
Arbeitgeber: 1,20%
Insolvenzgeldumlage
Umlagepflichtig sind grundsätzlich alle Arbeitgeber. Der Bundesrat hat in seiner 980. Sitzung am 20. September 2019 beschlossen, der Verordnung gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen. Der Umlagesatz für das Kalenderjahr 2020 bleibt bei 0,06%.
0,06%

Übersicht Beitragsbemessungsgrenzen und Bezugsgrößen in der Sozialversicherung 2020

Beitragsbemessungsgrenzen 2020 Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 56.250,00 € 56.250,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.687,50 € 4.687,50 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 82.800,00 € 77.400,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 6.900,00 € 6.450,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (jährlich) 101.400,00 € 94.800,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (monatlich) 8.450,00 € 7.900,00 €
Bezugsgrößen 2020 Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 38.220,00 € 38.220,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 3.185,00 € 3.185,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 38.220,00 € 36.120,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 3.185,00 € 3.010,00 €

Weitere Werte in der Sozialversicherung 2020

Jahresarbeitsentgeltgrenzen (bundeseinheitlich)
Online-Tarifvergleich Private Krankenversicherung
Erläuterung bei Jahresarbeitsentgeltgrenze
Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 62.550,00 €
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 56.250,00 €
Freiwillige Versicherung in der Krankenversicherung (bundeseinheitlich; monatlich)  
Regelbemessungsgrenze - hauptberuflich Selbständige
identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze
4.687,50 €
Mindestbemessungsgrundlage - allgemein
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der neunzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.185,00 / 90 * 30 = 1.061,67
1.061,67 €
Höchstzuschüsse des Arbeitgebers für Mitglieder der privaten Krankenversicherung/ Pflegeversicherung (monatlich) Erläuterung bei Private Krankenversicherung
Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld
Zur Berechnung der Höchstzuschüsse für die private Krankenversicherung wird ab 2019 die Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes berücksichtigt.
367,97 €
Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld 353,91 €
Pflegeversicherung (bundeseinheitlich außer Sachsen) 71,48 €
Pflegeversicherung (Bundesland Sachsen) 48,05 €
Geringverdiener (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringverdiener
Geringverdienergrenze (monatlich) 325,00 €
Familienversicherung  
Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung (monatlich)
ein Siebtel der Bezugsgröße (3.185,00 € / 7)
455,00 €
Geringfügigkeit (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügigkeitsgrenze (monatlich) 450,00 €
Mindestbemessungsgrundlage in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte (bei Wahl der Rentenversicherungspflicht) 175,00 €
Mindestbeitrag in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte bei Rentenversicherungspflicht (175,00 € * 18,6%). 32,55 €
Gleitzone / Übergangsbereich (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Gleitzone
Gleitzonenbeginn (monatlich) 450,01 €
Gleitzonenende (monatlich) 1.300,00 €
Gleitzonenfaktor 0,7547
Sachbezugswerte (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Sachbezugswerte
Sachbezugswert für freie Verpflegung (monatlich) 258,00 €
Sachbezugswert Frühstück kalendertäglich 1,80 €
Sachbezugswert Mittagessen kalendertäglich 3,40 €
Sachbezugswert Abendessen kalendertäglich 3,40 €
Sachbezugswert für freie Unterkunft (monatlich) 235,00 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung (monatlich je Quadratmeter) 4,12 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung mit einfacher Ausstattung (monatlich je Quadratmeter) 3,37 €

Gesetzlicher Mindestlohn 2020

Die Mindestlohnkommission hat alle zwei Jahre über Anpassungen der Höhe des Mindestlohns zu beschließen. Nach der ersten Anpassung zum 01.01.2017 war der 01.01.2019 der nächste Termin.
Die Mindestlohnkommission hat in ihrer Sitzung am 26.06.2018 einstimmig beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn ab dem 01.01.2019 auf 9,19 Euro und ab dem 01.01.2020 auf 9,35 Euro brutto je Zeitstunde festzusetzen.
Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 20.11.2018 gilt die zweite Mindestlohnanpassungsverordnung.
9,35 €

Mindestvergütung für Auszubildende ab 01.01.2020 (Bundesrat stimmt Mindestvergütung für Azubis zu - Gesetz zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung).

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gewinnt immer mehr an Bedeutung
Für alle ab 1961 Geborenen gibt es hohe Hürden, bei Berufsunfähigkeit eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten. Wer ernsthaft erkrankt, dem droht nicht selten der soziale Abstieg. Jeder vierte Berufstätige wird vor Rentenbeginn berufsunfähig. Burnout ist immer häufiger der Grund für das vorzeitige Ende der beruflichen Laufbahn (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und Deutsche Rentenversicherung Bund). Online-Tarifvergleich Berufsunfähigkeitsversicherung

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