Geplante Sozialversicherungsbeiträge 2020

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  • Der Umlagesatz für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 bleibt bei 0,06 Prozent. Der Bundesrat hat zugestimmt. Die Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 wurde am 09.10.2019 im Bundesgesetzblatt verkündet.
  • Die Beitragssätze zur Sozialversicherung 2020 stehen noch nicht fest.
  • Das Bundeskabinett hat am 09.10.2019 die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2020 beschlossen (Werte weiter unten).
    Bevor die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2020 im Bundesgesetzblatt verkündet wird, muss der Bundesrat noch zustimmen. Die Verordnung befindet sich unter Neueingänge beim Bundesrat.
  • Die Elfte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung befindet sich unter Neueingänge beim Bundesrat (Sachbezugswerte weiter unten).
Beitragssätze zur Sozialversicherung 2020 Geplante Werte
Krankenversicherung
Online-Tarifvergleich gesetzliche Krankenversicherung
Beim allgemeinen Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,6 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 Prozent).
Beim ermäßigten Beitragssatz gibt es eine verbindliche Beitragsuntergrenze von 14,0 Prozent (Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,0 Prozent).
Den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer kann die Krankenkasse selbst festlegen.
Ab dem 1. Januar 2019 werden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in gleichem Maße von Arbeitgebern und Beschäftigten bzw. bei Rentnern von Rentenversicherung und Rentnern getragen. Der bisherige Zusatzbeitrag wird damit paritätisch finanziert.
Eine Änderung ist für 2020 nicht zu erwarten.
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wird für das Jahr 2020 voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte oder 0,3 Prozentpunkte steigen (Quelle: Pressemitteilung des GKV-Schätzerkreises vom 11. Oktober 2019). Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz läge dann bei 1,1 Prozent oder 1,2 Prozent. Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze und nach § 242a Abs. 2 SGB V bis zum 1. November 2018 im Bundesanzeiger zu veröffentlichen (Mehr ...).
Allgemeiner Beitragssatz
14,60% + X

Arbeitnehmer: 7,30% + X/2
Arbeitgeber: 7,30% + X/2
Ermäßigter Beitragssatz
14,0% + X

Arbeitnehmer: 7,00% + X/2
Arbeitgeber: 7,00% + X/2
Pflegeversicherung
Durch das Pflegeversicherungs-Beitragssatzanpassungsgesetz 2019 wurde der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung zum 01.01.2019 um 0,5 Prozentpunkte angehoben.
Eine Änderung ist für 2020 nicht zu erwarten.
In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern. Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen einen höheren Anteil als die Arbeitgeber.
3,05%
Arbeitnehmer: 1,525%
Arbeitgeber: 1,525%
Besonderheit in Sachsen:
Arbeitnehmer: 2,025%
Arbeitgeber: 1,025%
Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
(kinderlose Versicherte, die das 23. Lebensjahr vollendet haben)
Den Beitragszuschlag trägt der Arbeitnehmer allein.
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (außer Sachsen): 1,525% + 0,25% = 1,775%
Beitragssatz Arbeitnehmer mit Beitragszuschlag (nur in Sachsen): 2,025% + 0,25% = 2,275%
0,25%
Rentenversicherung
Eine Änderung ist für 2020 nicht zu erwarten.
Mit dem Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung vom 28.11.2018 wird der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung auf mindestens 18,6 und höchstens 20 Prozent begrenzt.
18,60%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 9,30%
Knappschaftliche Rentenversicherung
Die Arbeitnehmer zahlen den gleichen Prozentsatz, wie in der allgemeinen Rentenversicherung. Die Arbeitgeber müssen den Rest bezahlen. Es besteht also keine Gleichverteilung in der Knappschaftlichen Rentenversicherung.
24,70%
Arbeitnehmer: 9,30%
Arbeitgeber: 15,40%
Arbeitslosenversicherung
Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung wurde zum 01.01.2019 von 3 auf 2,5 Prozent gesenkt. Das Qualifizierungschancengesetz beinhaltet eine Senkung um 0,4 Prozentpunkte. Weitere 0,1 Prozentpunkte wurden durch die Beitragssatzverordnung 2019 befristet bis 2022 reduziert.
Eine Änderung ist für 2020 nicht zu erwarten.
2,50%
Arbeitnehmer: 1,25%
Arbeitgeber: 1,25%
Insolvenzgeldumlage
Umlagepflichtig sind grundsätzlich alle Arbeitgeber. Der Bundesrat hat in seiner 980. Sitzung am 20. September 2019 beschlossen, der Verordnung gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen. Der Umlagesatz für das Kalenderjahr 2020 bleibt bei 0,06%.
0,06%

Übersicht Beitragsbemessungsgrenzen und Bezugsgrößen in der Sozialversicherung 2020 (geplante Werte)

Beitragsbemessungsgrenzen 2020 (geplante Werte) Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 56.250,00 € 56.250,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.687,50 € 4.687,50 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 82.800,00 € 77.400,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 6.900,00 € 6.450,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (jährlich) 101.400,00 € 94.800,00 €
Knappschaftliche Rentenversicherung (monatlich) 8.450,00 € 7.900,00 €
Bezugsgrößen 2020 (geplante Werte) Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 38.220,00 € 38.220,00 €
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 3.185,00 € 3.185,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) 38.220,00 € 36.120,00 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) 3.185,00 € 3.010,00 €
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Weitere Werte in der Sozialversicherung 2020 (geplante Werte)

Jahresarbeitsentgeltgrenzen (bundeseinheitlich)
Online-Tarifvergleich Private Krankenversicherung
Erläuterung bei Jahresarbeitsentgeltgrenze
Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 62.550,00 €
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 56.250,00 €
Freiwillige Versicherung in der Krankenversicherung (bundeseinheitlich; monatlich)  
Regelbemessungsgrenze - hauptberuflich Selbständige
identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze
4.687,50 €
Mindestbemessungsgrundlage - allgemein
Als beitragspflichtige Einnahmen gilt für den Kalendertag mindestens der neunzigste Teil der monatlichen Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V).
3.185,00 / 90 * 30 = 1.061,67
1.061,67 €
Höchstzuschüsse des Arbeitgebers für Mitglieder der privaten Krankenversicherung/ Pflegeversicherung (monatlich) Erläuterung bei Private Krankenversicherung
Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld
Zur Berechnung der Höchstzuschüsse für die private Krankenversicherung wird ab 2019 die Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes berücksichtigt. Dieser steht für 2020 noch nicht fest.
 
Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld  
Pflegeversicherung (bundeseinheitlich außer Sachsen) 71,48 €
Pflegeversicherung (Bundesland Sachsen) 48,05 €
Geringverdiener (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringverdiener
Geringverdienergrenze (monatlich) 325,00 €
Familienversicherung  
Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung (monatlich)
ein Siebtel der Bezugsgröße (3.185,00 € / 7)
455,00 €
Geringfügigkeit (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügigkeitsgrenze (monatlich) 450,00 €
Mindestbemessungsgrundlage in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte (bei Wahl der Rentenversicherungspflicht) 175,00 €
Mindestbeitrag in der Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte bei Rentenversicherungspflicht (175,00 € * 18,6%). 32,55 €
Gleitzone / Übergangsbereich (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Gleitzone
Gleitzonenbeginn (monatlich) 450,01 €
Gleitzonenende (monatlich) 1.300,00 €
Gleitzonenfaktor
Zur Berechnung wird der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz benötigt. Dieser steht für 2020 noch nicht fest.
 
Sachbezugswerte (bundeseinheitlich) Erläuterung bei Sachbezugswerte
Sachbezugswert für freie Verpflegung (monatlich) 258,00 €
Sachbezugswert Frühstück kalendertäglich 1,80 €
Sachbezugswert Mittagessen kalendertäglich 3,40 €
Sachbezugswert Abendessen kalendertäglich 3,40 €
Sachbezugswert für freie Unterkunft (monatlich) 235,00 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung (monatlich je Quadratmeter) 4,12 €
Sachbezugswert für unentgeltliche oder verbilligte Überlassung einer Wohnung mit einfacher Ausstattung (monatlich je Quadratmeter) 3,37 €

Gesetzlicher Mindestlohn 2020

Die Mindestlohnkommission hat alle zwei Jahre über Anpassungen der Höhe des Mindestlohns zu beschließen. Nach der ersten Anpassung zum 01.01.2017 war der 01.01.2019 der nächste Termin.
Die Mindestlohnkommission hat in ihrer Sitzung am 26.06.2018 einstimmig beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn ab dem 01.01.2019 auf 9,19 Euro und ab dem 01.01.2020 auf 9,35 Euro brutto je Zeitstunde festzusetzen.
Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 20.11.2018 gilt die zweite Mindestlohnanpassungsverordnung.
9,35 €

Mindestvergütung für Auszubildende ab 01.01.2020 geplant.

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gewinnt immer mehr an Bedeutung
Für alle ab 1961 Geborenen gibt es hohe Hürden, bei Berufsunfähigkeit eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten. Wer ernsthaft erkrankt, dem droht nicht selten der soziale Abstieg. Jeder vierte Berufstätige wird vor Rentenbeginn berufsunfähig. Burnout ist immer häufiger der Grund für das vorzeitige Ende der beruflichen Laufbahn (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und Deutsche Rentenversicherung Bund). Online-Tarifvergleich Berufsunfähigkeitsversicherung

Sozialversicherungsbeiträge 2009
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Sozialversicherungsbeiträge 2011
Sozialversicherungsbeiträge 2012
Sozialversicherungsbeiträge 2013
Sozialversicherungsbeiträge 2014
Sozialversicherungsbeiträge 2015
Sozialversicherungsbeiträge 2016
Sozialversicherungsbeiträge 2017
Sozialversicherungsbeiträge 2018
Sozialversicherungsbeiträge 2019

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